Veröffentlicht am 15. Juni 2026 5 Minuten Lesezeit Niveau: allgemeinverständlich Architektur & Gebäudehülle

Was ist Passivhausbauweise?

Ein Gebäude, das mit fast nichts heizt. Ein bemerkenswerter Komfort zu jeder Jahreszeit. Und eine Baulogik, die sich in fünf Regeln zusammenfassen lässt.

In diesem Dossier

Ein Passivhaus heizt nicht. Es hält die Wärme.

Die Idee ist radikal in ihrer Einfachheit: Statt Wärmeverluste mit einer grossen Heizanlage auszugleichen, werden sie von vornherein vermieden. Eine sehr gut gedämmte, lückenlose Gebäudehülle nimmt die Sonnenwärme und die Wärme der Bewohnerinnen und Bewohner auf — und hält sie zurück.

«Heizen ist der Ausgleich für Fehler am Bau.»

Das Ergebnis: ein Gebäude, das praktisch ohne konventionelle Heizung auskommt. Die Wärme, die von Personen, Elektrogeräten und der Sonne abgegeben wird, genügt, um eine angenehme Temperatur zu halten.

Erstes Passivhaus in Frankreich, Haute-Savoie 2006 — Terrasse und grosse Fensterflächen in Holzrahmenbauweise

Erstes Passivhaus in Frankreich, 2006. Grosse, nach Süden ausgerichtete Fensterflächen, Holzrahmenbau, Sonnenschutz durch Lamellen.

Fünf nicht verhandelbare Regeln

Der Passivhaus-Standard beruht auf fünf baulichen Grundprinzipien. Zwei davon sind Zertifizierungskriterien des Gebäudes — der Heizwärmebedarf und die Luftdichtheit; die drei übrigen sind die Zielwerte der Bauteile im gemässigt kühlen Klima. Genau dieses Zusammenspiel gewährleistet die Leistungsfähigkeit.

Wärmedämmung Durchgehende Gebäudehülle
U ≤ 0,15 W/m²·KPHI, Kriterien v10b, Tabelle 2: Klimazone «cool-temperate» (Westschweiz), Aussendämmung U ≤ 0,15 W/(m²K). Ein Bauteilkriterium, kein Zertifizierungsgrenzwert des Gebäudes.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 22022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20
Dreifachverglasung Passivhausfenster
Uw ≤ 0,85 W/m²·KPHI, Kriterien v10b, Tabelle 2: In der Klimazone «cool-temperate» gilt U(D/W,installed) ≤ 0,85 W/(m²K). Der Wert gilt für das EINGEBAUTE Fenster inkl. Einbau, nicht für das Fenster allein.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 22022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20
Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung Wärmerückgewinnung
η ≥ 75 %PHI, Kriterien v10b, Tabelle 2 und Fussnote 7: Mindestrückgewinnung 75 % in der Klimazone «cool-temperate», gefordert für die GESAMTE Anlage inkl. Kanalverluste, nicht nur für das Gerät.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 2, note 72022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20
Luftdichtheit Durchgehende Luftdichtheitsebene
n₅₀ ≤ 0,6 /hPHI, Kriterien v10b, Tabelle 1: «Pressurization test result n50 ≤ 0,6 1/h», gemessen nach ISO 9972 Methode 1 (§4.1.1 für das Volumen Vn50). Bei EnerPHit liegt der Grenzwert bei n50 ≤ 1,0 h⁻¹.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 12022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20
Wärmebrückenfrei Schwachstellen behandelt
ψ → minimal

Die Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung verdient besondere Aufmerksamkeit: Oft missverstanden, ist sie untrennbar mit dem Passivhaus-Standard verbunden. Sie erneuert die Luft laufend und gewinnt gleichzeitig die Wärme der Abluft zurück — so entstehen keine lüftungsbedingten Wärmeverluste.

Vor allem: ein Gebäude, in dem man sich wohlfühlt

Das Paradox des Passivhauses: Wer den Energieverbrauch senken will, erhält vor allem einen bemerkenswerten Komfort. Kein Kaltluftabfall an den Fenstern. Keine kalten Oberflächen. Eine konstante Luftqualität.

Die Innenoberfläche der Verglasung bleibt mitten im Winter bei rund 17 bis 18 °CPHI, Kriterien v10b, §2.4.4 «Thermal comfort»: Abweichung ≤ 4,2 K unter der operativen Temperatur, geprüft bei 22 °C (≈ 17,8 °C); Boden ≥ 19 °C. Passipedia nennt «über 17 °C» als Praxisbefund.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — § 2.4.42022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20 — dadurch entfällt das für gewöhnliche Gebäude typische Gefühl kalter Flächen.

20–22°C
Stabile Temperatur im Winter, ohne Zugluft
< 1 000 ppm
CO₂ im Innenraum — Richtwert für gute Luftqualität (BAG)BAG, Themenblatt B: Unter 1000 ppm gilt die Luftqualität als gut bis sehr gut; darüber nehmen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen zu. SIA 382/1 ordnet 1000–1400 ppm der Kategorie INT 3 zu.Office fédéral de la santé publique (OFSP) — Aérer correctement — Fiche thématique B : Évaluation de la qualité de l'air intérieur2019-02-28 · abgerufen am 2026-08-20
≈ 17–18°C
Innenoberfläche der Verglasung im Winter
40–60 %
Relative Luftfeuchtigkeit — optimaler Komfort
Innenraum eines Passivhauses — thermischer und lichttechnischer Komfort

Wie viel wird verbraucht?

Der Wärmebedarf wird in kWh pro Quadratmeter und Jahr gemessen. Der Vergleich spricht für sich.

Gebäudebestand (Grössenordnung)
100 bis 200 kWh/m²·anGenf: zulässiger IDC 450 MJ/m²·a (≈ 125 kWh/m²·a); Schwelle für erhebliche Überschreitung 800 MJ/m²·a 2022–2026, 650 ab 2027, 550 ab 2031 (LEn L 2 30 Art. 6 Abs. 8 und 15C; REn Art. 14, 14A).République et canton de Genève — OCEN — Que faire selon le résultat IDC de votre immeubleabgerufen am 2026-08-20
Minergie® (Neubau)
≤ 90 % des MuKEn-2025-GrenzwertsMinergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.1: Qh (SIA 380/1:2016) ≤ 90 % von Qh,li MuKEn 2025 für Minergie-Neubau, ≤ 70 % für Minergie-P; Mindestanforderung 15 kWh/(m²a). Keine Zahl «30–40» darin.Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.12026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20
Passivhaus Classic
< 15 kWh/m²·an
Passivhaus Plus / Premium
≤ 15 kWh/m²·an

Heizwärmebedarf (PHPP-Kennwert). Der Passivhaus-Standard verbraucht 8- bis 10-mal weniger Heizenergie als ein unsanierter AltbauDer PHI-Grenzwert von 15 kWh/(m²a) betrifft allein den Heizwärmebedarf bezogen auf die TFA (PHPP). Er ist weder mit einer Minergie-Kennzahl noch mit gemessenem Verbrauch Heizung + Warmwasser vergleichbar.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 1, note 12022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20. Plus und Premium haben denselben Heizwärmegrenzwert wie Classic: Sie unterscheiden sich durch die erneuerbare Primärenergie (PER ≤ 45 bzw. ≤ 30 kWh/m²·an) und die Erzeugung erneuerbarer Energie (≥ 60 bzw. ≥ 120 kWh/m²·an)PHI, Kriterien v10b, Tabelle 1: PER ≤ 60 / 45 / 30 kWh/(m²a) und erneuerbare Erzeugung ≥ – / 60 / 120 kWh/(m²a) für Classic / Plus / Premium. Keine Klasse ist als «Energieplus» definiert.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 12022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20. Da die Energiebezugsfläche (SRE, Surface de Référence Énergétique) bei Passivhaus (PHPP) und Minergie® (SIA 416/1) unterschiedlich berechnet wird, sind die Werte als Richtwerte zu verstehen.

Zwei Labels, eine gemeinsame Logik

In der Schweiz gibt es den Passivstandard in zwei Labels. Das eine ist international — das Passivhaus Institut in Darmstadt —, das andere schweizerisch: Minergie®-P. Ihre Anforderungen sind ähnlich, mit einigen methodischen Unterschieden.

Kriterium Passivhaus Classic Minergie®-P
Heizgrenzwert * ≤ 15 kWh/m²·anPHI, Kriterien v10b, Tabelle 1: Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/(m²a) bezogen auf die TFA ODER alternativ Heizlast ≤ 10 W/m². Derselbe Grenzwert gilt für Classic, Plus und Premium.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 12022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20 ≤ 70 % der Grenzwerte MuKEn 2025 (kantonale Umsetzung im Gang)Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.1, Tabelle: Minergie-P ≤ 70 % von Qh,li MuKEn 2025 im Neubau und ≤ 90 % bei Sanierungen, alle Gebäudekategorien, mit einer Untergrenze von 15 kWh/(m²a).Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.12026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20
Luftdichtheit n₅₀ ≤ 0,6 /h qE50 ≤ 0,8 m³/(h·m²)Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.2: Minergie-P und Minergie-A, qE50 ≤ 0,8 m³/(h·m²) im Neubau und ≤ 1,6 bei Sanierungen; Luftdichtheitsmessung obligatorisch, grundsätzlich je Nutzungseinheit.Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.22026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20
Lüftung Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung obligatorisch Automatische Aussenluftzufuhr vorgeschrieben, mit oder ohne Wärmerückgewinnung (SIA 382/1:2025)Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 10.1: «automatische Aussenluftzufuhr […] mit oder ohne Wärmerückgewinnung»; eine unkontrollierte Fensterlüftung von Hand genügt nicht.Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 10.12026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20
Fossile Brennstoffe Zulässig (in der PER-Bilanz benachteiligt) Verboten für Heizung und Warmwasser, mit Ausnahmen (Reglement 2026.1)Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 8.1: Verbot fossiler Energieträger für Heizung und Warmwasser, mit vier Ausnahmen (Lastspitzen, WKK, Fernwärme ≤ 50 % fossil, Netzstrom).Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 8.12026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20
Berechnungstool PHPP (PHI Darmstadt) Minergie-Nachweis + EnDK-zertifizierte Software (Lesosai, Enerweb …)EnDK-Liste vom 08.07.2026: Lesosai, Zertifizierungsnummer 1616, Entwickler E4tech SARL (Lausanne), eines von 21 zertifizierten Programmen. Das Minergie-Reglement 2026.1 verweist auf diese Liste.EnDK / EnFK — Hub énergie bâtiment — Liste des logiciels informatiques certifiés pour le calcul de la norme SIA 380/1 (version 2016)2026-07-08 · abgerufen am 2026-08-20
Zertifizierung PHI Darmstadt oder akkreditierte Zertifizierungsstelle Minergie® Association (CH)
Relevanz für die Schweiz international anerkannt marktführend in der Schweiz

* Die Energiebezugsflächen (SRE) werden bei Passivhaus (PHPP, PHI Darmstadt) und Minergie® (Norm SIA 416/1) nach unterschiedlichen Konventionen berechnet. Ein direkter Vergleich der Zahlenwerte ist deshalb nur annähernd möglich und spiegelt nicht zwingend einen tatsächlichen Unterschied in den Anforderungen der beiden Labels wider. Minergie®-Werte gemäss Reglement 2026.1 (absolutes Minimum von 15 kWh/m²·an; Luftdichtheit qE50 gemessen gemäss EN ISO 9972:2015 + SIA 180:2014Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.2: Anforderungen «gemäss den Normen SIA 180:2014 und SN EN ISO 9972 (Norm SIA 180.206)»; die Messung folgt SIA 180:2014 und der gültigen Richtlinie RiLuMi.Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.22026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20).

EnerPHit: der Passivstandard für Bestandsbauten

Eine Sanierung nach dem Passivstandard ist möglich, doch die Rahmenbedingungen des Bestands — Geometrie, Struktur, unvermeidbare Wärmebrücken — erfordern Anpassungen. Der Standard EnerPHit (Passivhaus Institut) und Minergie®-P Renovation legen dafür spezifische Ziele fest.

EnerPHit-Zielwert : ≤ 25 kWh/m²·anPHI, Kriterien v10b, Tabelle 3 (Methode Heizwärmebedarf): 25 kWh/(m²a) in der Klimazone «cool-temperate» — die Westschweiz. Je Zone: 35 arktisch, 30 kalt, 20 warm-gemässigt, 15 warm.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 32022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20, also 75 bis 90 % weniger Heizwärme als vor der Sanierung gemäss Passivhaus Institut, und mit unvergleichlichem Komfort.

Gültig für jeden Neubau und jede leistungsfähige energetische Sanierung: Die Logik der fünf Säulen bleibt der rote Faden.

Baustelle einer energetischen Sanierung — Einbau der Innendämmung

Sanierung im Gang: Die Dämmung und die sorgfältige Ausführung der Gebäudehüllendetails bestimmen die letztliche Leistungsfähigkeit.

Was man oft hört. Und die Realität.

«Das kostet beim Bauen viel mehr.»
Die Mehrkosten beim Bau sind real, aber moderat: gemäss den vom Passivhaus Institut publizierten Daten in der Grössenordnung von 5 bis 8 %, je nach Projekt und RegionPassipedia (PHI): Mehrkosten von rund 15 000 € für ein Einfamilienhaus 2010, also ~8 % der gesamten Baukosten in Deutschland; weniger als 10 000 € im Jahr 2015, also weniger als 5 %.Passipedia — Passive House Institute — Are Passive Houses cost-effective?abgerufen am 2026-08-20. Bezogen auf die Gesamtkosten über 30 Jahre — Bau, Betrieb und Unterhalt der Anlagen — fällt die Bilanz in der Regel zugunsten des Passivhauses aus.
«Man kann die Fenster nicht öffnen.»
Doch. Die Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt laufend für die Luftqualität, aber die Fenster lassen sich frei öffnen. Im Sommer wird das nächtliche Lüften zur natürlichen Kühlung sogar empfohlen — es ist einer der wichtigsten Hebel für den sommerlichen Komfort.
«Das passt nicht zum Schweizer Klima.»
Der Passivhaus-Standard wurde gerade für die kalten Winter Mitteleuropas entwickelt. Er ist für die Westschweiz bestens geeignet, die im PHPP der Klimazone «gemässigt kühl» (cool-temperate) zugeordnet ist.
«Die Lüftung macht Lärm.»
Eine gut geplante Anlage bleibt leise: Das PHI setzt ≤ 25 dB(A) in Aufenthaltsräumen im Standardbetrieb anPHI, Kriterien v10b, §2.4.3 «Quiet»: Richtwerte für das von der Anlage erzeugte Geräusch im Standardbetrieb — ≤ 25 dB(A) in Zulufträumen von Wohnungen und Schlafräumen, ≤ 30 dB(A) in übrigen Räumen.Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — § 2.4.32022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20. Eine sorgfältige Dimensionierung der Leitungen und die Schalldämmung der Luftauslässe verhindern jedes wahrnehmbare Strömungsgeräusch.
«Das ist eine Nische für Architekturprojekte.»
Der Standard wird heute von einer wachsenden Zahl von Unternehmen in der Westschweiz beherrscht. Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Sanierungen und öffentliche Bauten wurden bereits nach diesem Standard realisiert — zu Kosten, die nahe bei den marktüblichen liegen.
Quellen und Referenzen (20)

Jede Zahl und jede Aussage in diesem Dossier ist belegt. Fahren Sie über eine Fussnote oder tippen Sie sie an, um die Quelle anzuzeigen.

  1. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 2 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, Tabelle 2: Klimazone «cool-temperate» (Westschweiz), Aussendämmung U ≤ 0,15 W/(m²K). Ein Bauteilkriterium, kein Zertifizierungsgrenzwert des Gebäudes.
  2. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 2 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, Tabelle 2: In der Klimazone «cool-temperate» gilt U(D/W,installed) ≤ 0,85 W/(m²K). Der Wert gilt für das EINGEBAUTE Fenster inkl. Einbau, nicht für das Fenster allein.
  3. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 2, note 7 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, Tabelle 2 und Fussnote 7: Mindestrückgewinnung 75 % in der Klimazone «cool-temperate», gefordert für die GESAMTE Anlage inkl. Kanalverluste, nicht nur für das Gerät.
  4. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 1 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, Tabelle 1: «Pressurization test result n50 ≤ 0,6 1/h», gemessen nach ISO 9972 Methode 1 (§4.1.1 für das Volumen Vn50). Bei EnerPHit liegt der Grenzwert bei n50 ≤ 1,0 h⁻¹.
  5. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — § 2.4.4 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, §2.4.4 «Thermal comfort»: Abweichung ≤ 4,2 K unter der operativen Temperatur, geprüft bei 22 °C (≈ 17,8 °C); Boden ≥ 19 °C. Passipedia nennt «über 17 °C» als Praxisbefund.
  6. Office fédéral de la santé publique (OFSP) — Aérer correctement — Fiche thématique B : Évaluation de la qualité de l'air intérieur (2019-02-28 · abgerufen am 2026-08-20)
    BAG, Themenblatt B: Unter 1000 ppm gilt die Luftqualität als gut bis sehr gut; darüber nehmen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen zu. SIA 382/1 ordnet 1000–1400 ppm der Kategorie INT 3 zu.
  7. République et canton de Genève — OCEN — Que faire selon le résultat IDC de votre immeuble (abgerufen am 2026-08-20)
    Genf: zulässiger IDC 450 MJ/m²·a (≈ 125 kWh/m²·a); Schwelle für erhebliche Überschreitung 800 MJ/m²·a 2022–2026, 650 ab 2027, 550 ab 2031 (LEn L 2 30 Art. 6 Abs. 8 und 15C; REn Art. 14, 14A).
  8. Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.1 (2026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20)
    Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.1: Qh (SIA 380/1:2016) ≤ 90 % von Qh,li MuKEn 2025 für Minergie-Neubau, ≤ 70 % für Minergie-P; Mindestanforderung 15 kWh/(m²a). Keine Zahl «30–40» darin.
  9. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 1, note 1 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    Der PHI-Grenzwert von 15 kWh/(m²a) betrifft allein den Heizwärmebedarf bezogen auf die TFA (PHPP). Er ist weder mit einer Minergie-Kennzahl noch mit gemessenem Verbrauch Heizung + Warmwasser vergleichbar.
  10. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 1 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, Tabelle 1: PER ≤ 60 / 45 / 30 kWh/(m²a) und erneuerbare Erzeugung ≥ – / 60 / 120 kWh/(m²a) für Classic / Plus / Premium. Keine Klasse ist als «Energieplus» definiert.
  11. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 1 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, Tabelle 1: Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/(m²a) bezogen auf die TFA ODER alternativ Heizlast ≤ 10 W/m². Derselbe Grenzwert gilt für Classic, Plus und Premium.
  12. Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.1 (2026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20)
    Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.1, Tabelle: Minergie-P ≤ 70 % von Qh,li MuKEn 2025 im Neubau und ≤ 90 % bei Sanierungen, alle Gebäudekategorien, mit einer Untergrenze von 15 kWh/(m²a).
  13. Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.2 (2026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20)
    Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.2: Minergie-P und Minergie-A, qE50 ≤ 0,8 m³/(h·m²) im Neubau und ≤ 1,6 bei Sanierungen; Luftdichtheitsmessung obligatorisch, grundsätzlich je Nutzungseinheit.
  14. Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 10.1 (2026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20)
    Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 10.1: «automatische Aussenluftzufuhr […] mit oder ohne Wärmerückgewinnung»; eine unkontrollierte Fensterlüftung von Hand genügt nicht.
  15. Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 8.1 (2026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20)
    Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 8.1: Verbot fossiler Energieträger für Heizung und Warmwasser, mit vier Ausnahmen (Lastspitzen, WKK, Fernwärme ≤ 50 % fossil, Netzstrom).
  16. EnDK / EnFK — Hub énergie bâtiment — Liste des logiciels informatiques certifiés pour le calcul de la norme SIA 380/1 (version 2016) (2026-07-08 · abgerufen am 2026-08-20)
    EnDK-Liste vom 08.07.2026: Lesosai, Zertifizierungsnummer 1616, Entwickler E4tech SARL (Lausanne), eines von 21 zertifizierten Programmen. Das Minergie-Reglement 2026.1 verweist auf diese Liste.
  17. Association Minergie — Règlement des labels MINERGIE®/MINERGIE-P®/MINERGIE-A®, Version 2026.1, ch. 6.2 (2026-01-08 · abgerufen am 2026-08-20)
    Minergie-Reglement 2026.1, Ziff. 6.2: Anforderungen «gemäss den Normen SIA 180:2014 und SN EN ISO 9972 (Norm SIA 180.206)»; die Messung folgt SIA 180:2014 und der gültigen Richtlinie RiLuMi.
  18. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — Table 3 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, Tabelle 3 (Methode Heizwärmebedarf): 25 kWh/(m²a) in der Klimazone «cool-temperate» — die Westschweiz. Je Zone: 35 arktisch, 30 kalt, 20 warm-gemässigt, 15 warm.
  19. Passipedia — Passive House Institute — Are Passive Houses cost-effective? (abgerufen am 2026-08-20)
    Passipedia (PHI): Mehrkosten von rund 15 000 € für ein Einfamilienhaus 2010, also ~8 % der gesamten Baukosten in Deutschland; weniger als 10 000 € im Jahr 2015, also weniger als 5 %.
  20. Passive House Institute (PHI), Darmstadt — Criteria for the Passive House, EnerPHit and PHI Low Energy Building Standards, Version 10b — § 2.4.3 (2022-05-27 · abgerufen am 2026-08-20)
    PHI, Kriterien v10b, §2.4.3 «Quiet»: Richtwerte für das von der Anlage erzeugte Geräusch im Standardbetrieb — ≤ 25 dB(A) in Zulufträumen von Wohnungen und Schlafräumen, ≤ 30 dB(A) in übrigen Räumen.

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Konzeption, Überprüfung der fünf Säulen, Begleitung Richtung Minergie‑P oder Passivhaus — sprechen wir darüber, am besten schon ab der Vorstudie.

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